Baum appelliert an Augsburger "Fußballkultur"

Der Trainer des FCA möchte bei seiner Mannschaft ein ganz besonderes "Mindset" sehen.

Baum appelliert an Augsburger "Fußballkultur"
Foto: © AFP/SID/Karl-Josef HILDENBRAND

Trainer Manuel Baum wünscht sich beim Fußball-Bundesligisten FC Augsburg eine ganz besondere "Fußballkultur". Dazu gehöre aus seiner Sicht gegenseitige Unterstützung ebenso wie der Wille, sachliche Kritik anzunehmen und nicht als Angriff auf den Menschen misszuverstehen, wie der Coach des Tabellen-15. am Freitag betonte.

Er habe sich vor dem Duell mit dem SC Freiburg am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) bewusst dafür entschieden, "das Thema Mindset aufzumachen", sagte Baum einen Tag nach dem bitteren 1:1 gegen Union Berlin mit dem Ausgleichstreffer in der Nachspielzeit. "Sich gegenseitig zu pushen hat eine mega Wirkung auf den einzelnen Spieler, auf die Zuschauer und den Gegner", betonte der Coach und ergänzte: "Wir sind eine Einheit, wir sind ein Team und wollen uns gegenseitig helfen."

Dazu gehöre es, "hart im Inhalt zu sein" und Kritik "nicht persönlich zu nehmen. Es geht darum, dass wir gemeinsam besser werden. Das ist ein wichtiger Teil der Fußballkultur. Wenn man sich nur lieb hat, kommst du keinen einzigen Meter weiter." Vielmehr traue sich dann bald keiner mehr, überhaupt noch zu reden. "Und dann wundern sich alle, dass wir keine Führungsspieler oder die Mentalität nicht haben. Deswegen müssen wir an dem Thema arbeiten."

Dabei blickte Baum nach einer kurzen Nacht "in ein paar Augenringe", wie er schmunzelnd berichtete. Gegen Freiburg, ergänzte er, sei "eine ganz andere Herangehensweise" als gegen Union gefragt. Der SC sei "spielstark, unfassbar diszipliniert im Verteidigen und sehr flexibel in den Positionen. Da hast du gefühlt alle zwei Minuten einen neuen Gegenspieler." Seine Profis sollten dem begegnen, indem sie "intuitiv spielen und nicht zu viel nachdenken". Und sonst? "Wir haben ein paar gute Ideen", sagte Baum, ohne ins Detail zu gehen.