Bayern sind enteilt: Blick geht längst über Bundesliga hinaus
Thomas Niklaus kommentiert die Übermacht des Rekordmeisters an der Tabellenspitze - und kennt das wahre Ziel
Elf Punkte Vorsprung nach nur 16 Spielen, dazu unglaubliche 63 Treffer bei einer Tordifferenz von plus 51: Der FC Bayern ist dieser Liga längst enteilt. Dass Leverkusen 2024 deutscher Meister wurde, dürfte angesichts dieser Münchner Dominanz ein Ausrutscher bleiben. Zu überlegen treten die Bayern aktuell auf.
Trainer Vincent Kompany hat aus einem Luxus-Kader eine Mannschaft gebaut, die trotz vieler Stars als echte Einheit auftritt. Dass ein Torjäger wie Harry Kane gegen Wolfsburg beim Stand von 4:1 völlig freistehend den Ball quer legt, um dem noch besser postierten Raphael Guerreiro einen Treffer quasi zu schenken, spricht Bände.
Auch wenn die Verantwortlichen die Meisterschaft schon seit Jahren als "ehrlichsten Titel" bezeichnen - der Blick geht längst über die Landesgrenzen hinaus. Das große Ziel heißt Champions League.
Dass Uli Hoeneß seine Münchner vor der Saison angesichts der finanziellen Übermacht diverser Klubs aus England mit Hoffenheim verglichen und zum klaren Außenseiter gestempelt hatte - vergessen. Sollten es die Bayern schaffen, diese Form zu konservieren, gehören sie auch im Kampf um den begehrten Henkelpott zu den großen Favoriten.
International wird sich dann auch zeigen, ob Michael Olise und Luis Díaz wirklich auf Dauer das Zeug dazu haben, in die großen Fußstapfen der Klublegenden Arjen Robben und Franck Ribéry zu treten. Der Bundesliga ist der FC Bayern und sein neuer "Robbery" jedenfalls längst entwachsen.