> ## Content Index
> Fetch the complete content index at: https://www.feverpitch.de/llms.txt
> Use this file to discover other available public pages before exploring further.

# "Riesenschaden": Kind-Attacken gegen Watzke und 50+1
- URL: https://www.feverpitch.de/riesenschaden-kind-attacken-gegen-watzke-und-50-1/
- Published: 2024-09-13T06:30:35.000Z
- Updated: 2026-01-02T02:31:26.000Z
- Description: Der Mehrheitsgesellschafter von Zweitligist Hannover 96 trauert immer noch dem geplatzten Investoreneinstieg bei der DFL nach.
- Author: SID
- Tags: aktuelles

Berlin - "Mastermind" Martin Kind von Zweitligist Hannover 96 hat das unrühmliche Ende der Investorenpläne der Deutschen Fußball Liga (DFL) offenbar noch immer nicht verwunden. Die Einstellung der DFL-Bemühungen um neue Geldgeber im vergangenen Winter nach wochenlangen Fan-Protesten nannte der langjährige 96-Mehrheitsgesellschafter "abenteuerlich. Auf Basis von Populismus Entscheidungen zu treffen, ist für mich indiskutabel".

Bei einer Podiumsdiskussion auf einer Technologie-Messe in Berlin mit Geschäftsführer Andreas Rettig vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) stempelte der Unternehmer DFL-Aufsichtsratschef Hans-Joachim Watzke zum Sündenbock für die gescheiterte Geldbeschaffung. Indem der scheidende Geschäftsführer von Champions-League-Finalist [Borussia Dortmund](https://www.feverpitch.de/verein/borussia-dortmund/) zugelassen hätte, dass der Liga-Verband auch für die Zukunft erpressbar geworden wäre, "hat Herr Watzke im deutschen Fußball einen Riesenschaden angerichtet", sagte Kind und wertete den DFL-Rückzug als "Signal an die Fans: Wenn ihr Bälle genug habt und laut genug seid, werden wir keine Reform mehr durchführen."

Nachdrücklich bekräftigte Kind seine Ablehnung der 50+1-Regel im deutschen Profifußball. Die DFL, sagte der 80-Jährige aus "tiefster Überzeugung, sei "ein Kartell. Wir haben keinen wettbewerbsgleichen Markt. Er ist verzerrt ohne Ende. Wir haben keine Chance, je an [Bayern München](https://www.feverpitch.de/verein/fc-bayern-muenchen/) heranzukommen", begründete Kind seine Kritik an der satzungsmäßig verankerten Mehrheitssicherung für die Muttervereine von Profigesellschaften unter dem DFL-Dach.

Rettig hingegen verteidigte den Abwehrmechanimus gegen die Übernahme von Klubs durch private Investoren. "Es gibt keinen besseren Schutz als 50+1, nämlich Mitbestimmung und Teilhabe. Ohne die Bestimmung, meinte der ehemalige Manager mehrerer Bundesliga-Vereine weiter, "haben wir am Ende eine Forbes-Tabelle und keine Sporttabelle". Entscheidend sei die Integrität des Wettbewerbes", meinte der DFB-Funktionär weiter.

  
Foto © www.imago-images.de/SID/IMAGO/Elmar Kremser/SVEN SIMON