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{{first_name}} {{last_name}}, es gibt manchmal Wichtigeres

Guten Morgen, {{first_name}} {{last_name}}!

Heute erscheint eine besondere Fever Pit'ch Ausgabe. Bei aller Liebe zum Fußball: Wenn Wladimir Putin seine Russen in die Ukraine einmarschieren lässt und Europa den ersten Angriffskrieg seit sieben Jahrzehnten erlebt, fällt es schwer, in einem Fußball-Newsletter Normalität vorzugaukeln.

Wir beschränken uns sportlich auf das Wesentliche: die zwei deutschen Ergebnisse in der Europa League und die Podcast-Vorschau aufs Bundesliga-Wochenende. Die Selbst-Reduzierung mag nicht jedem Leser gefallen. Ich hoffe trotzdem auf Verständnis.

Es gibt manchmal Wichtigeres. Alex Steudel hat in seiner Kolumne die Entscheidung auf Schalke gewürdigt, dass man nicht länger mit dem Logo des russischen Staatskonzerns Gazprom auf der Brust spielen will. Wir zwei waren der Meinung: Das nötigt Respekt ab.

Leider zeigt das Führungspersonal im Sport nicht überall, was Anstand und Solidarität verlangen. Die Uefa hat Russland zwar inzwischen das Finale der Champions League weggenommen. Vom Fifa-Präsidenten Infantino sind aber wieder verstörende Töne zu hören, siehe unten. Es graut einen.

Ein solidarisches Wochenende wünscht

Euer Pit Gottschalk

Unser Podcast

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"Mehr Aschermittwoch täte Köln gut"

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Es fällt nicht leicht, sich aktuell auf Fußball und Sport zu konzentrieren. Die Weltpolitik und die dramatische Lage in der Ukraine überlagern aktuell alles und machen leider wieder einmal überdeutlich, dass Sport und Politik nicht voneinander zu trennen sind. Pit Gottschalk und Malte Asmus sprechen daher zunächst über notwendige Konsequenzen im Sport und dann auch über die Bundesliga. Bayern zu Gast bei einem ihrer Angstgegner, Eintracht Frankfurt. Mit dezimiertem Kader. Sie sprechen auch über die Höhenflüge des 1. FC Köln. Und dann ist da ja auch noch der Abstiegskampf, der sich immer weiter zuspitzt und in dem vier Klubs mit eigenlich ganz anderen Ambitionen mittendrin sind.

Heute im Fernsehen

20.30 Uhr, DAZN: Bundesliga, TSG Hoffenheim - VfB Stuttgart

22 Uhr, SPORT1: Doppelpass On Tour (mit Mario Basler)

Samstag

15.30 Uhr, Sky: Bundesliga, Bayer Leverkusen - Arminia Bielefeld, Union Berlin - Mainz 05, Mönchengladbach - VfL Wolfsburg, SC Freiburg - Hertha BSC, Greuther Fürth - 1. FC Köln

18.30 Uhr, Sky: Bundesliga, Eintracht Frankfurt - FC Bayern

20.30 Uhr, SPORT1: 2. Liga, Dynamo Dresden - Darmstadt 98

Darum muss Trainer Schmidt um seinen Job bangen

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Die Alarmglocken läuten bei Dynamo lauter denn je, der Vorsprung auf den Relegationsplatz ist vorm Heimspiel Samstag (20.30 Uhr / live auf Sport1) gegen Darmstadt auf einen Punkt geschmolzen.

Sonntag

11 Uhr, SPORT1: Doppelpass (mit Fredi Bobic)

15.30 Uhr, DAZN: Bundesliga, VfL Bochum - RB Leipzig

17.30 Uhr, DAZN: Bundesliga, FC Augsburg - Borussia Dortmund

++ Europa League aktuell ++

2:2 und raus! Fatale Abwehrschnitzer beim BVB

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Die Europacup-Träume von Borussia Dortmund sind geplatzt. Die erhoffte Aufholjagd bei den Glasgow Rangers blieb aus. Zwischendurch sah es nach einem Wunder aus. Dann kam Mats Hummels.

3:1! RB Leipzig im Achtelfinale

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Die Europa-Reise von RB Leipzig geht weiter. Der Bundesligist steht im Achtelfinale der Europa League, schießt sich mit einem 3:1 bei Real Sociedad in die Runde der letzten 16.

Schalke 04: Helles Licht an einem dunklen Tag

Verein entfernt Gazprom von seinen Trikots

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Wegen des Angriffs auf die Ukraine entfernt Zweitligist Schalke 04 den Schriftzug seines russischen Hauptsponsors Gazprom von den Mannschaftstrikots. Der Vertrag zwischen Verein und Gasunternehmen läuft eigentlich noch bis 2025.

Von Alex Steudel

Ich habe mich gestern kaum für Fußball interessiert, ich geb's zu. Ich musste mich lange sammeln und las die meiste Zeit vom Krieg. Eine Meldung aus dem Sport habe ich dann aber doch mitbekommen. Und was für eine. Sie warf kurz ein helles Licht auf einen dunklen Tag.

Diese Kolumne handelt deshalb vom FC Schalke 04. Dem armen Traditionsverein, der mit einer Tradition brach und in der größten Krise einen steinreichen Sponsor vor die Tür setzte.

Ja, ja, ich weiß, die Schalker setzten Gazprom, das vom russischen Staat kontrollierte Erdgasunternehmen, erst mal nur symbolisch vor die Tür: Sie nahmen den Schriftzug GAZPROM vom Trikot. Aber an einem Tag wie gestern war das eine ganze Menge, Symbolik hin, Maßnahmen her. Mir genügte es jedenfalls. Es war einfach groß.

Kein Rumgeier, kein Vertagen, kein Ankündigen von Arbeitskreisen – stattdessen lieferte Schalke: Fakten. Mögliche finanzielle Verluste? Darüber reden wir später. Ach, hätten doch andere auch diesen Mut und diese Tatkraft, dachte ich.

Ich finde, dass die Schalker Fans nie mehr Grund hatten, stolz auf ihren Verein zu sein.

Illustration: Jens Uwe Meyer / bergfest.at

Sogar die New York Times berichtete gestern über den Fall und nannte Schalke dabei "One of Germany’s leading Teams". Stand da echt.

So schnell kann es gehen: Eben noch Schlamm, Kiel und Aue, jetzt Leader.

Natürlich wär's besser gewesen, hätten mehr Leader des Sports gleich gestern klare Kante gezeigt. Man kann so viel entscheiden an einem Tag in einer Zeit, in der Symbole so wichtig sind. Man könnte Russland aus den WM-Playoffs und Spartak Moskau aus dem Europa-League-Achtelfinale werfen.

Was Fifa und Uefa nicht hinbekamen, bekam so der Tabellenfünfte aus der zweiten Liga in Deutschland hin. Die Schalker duckten sich nicht weg und spielten nicht auf Zeit, sie zeigten Haltung.

"Glückauf, Glückauf, der Steiger kommt", singen die Fans sonst in der Arena. "Und er hat sein helles Licht bei der Nacht, schon angezünd’t, schon angezünd’t."

Mein helles Licht war gestern S04. Danke, Schalke!

Achtung: Steudel-Kolumnen gibt es übrigens auch als Buch. Titel: "UND AM ENDE GEWINNEN IMMER DIE BAYERN", 268 Seiten. Hier geht's lang

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Gregor Demmer ist Schiedsrichter und Gründer, beides aus Leidenschaft. Seine Liebe zum Vereinssport ist Treiber der Idee "Vereinsticket", einem Lösungsansatz für die digitale Zukunft der Vereine. Darüber spricht er im Podcast mit Mara Pfeiffer.